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Unternehmensinsolvenzen erreichen 2009 höchsten Stand seit 2003

Verarbeitendes Gewerbe: Umsatz im Januar + 1,0% zum Vormonat

Die wirtschaftliche Situation im Verarbeitenden Gewerbe entspannt sich: Der preisbereinigte Umsatz  stieg im Januar 2010 saison- und arbeitstäglich bereinigt um 1,0% gegenüber Dezember. Dieser Monat zeigte gegenüber November noch eine negative Entwicklung. Bild: Trumpf Gruppe
Die wirtschaftliche Situation im Verarbeitenden Gewerbe entspannt sich: Der preisbereinigte Umsatz stieg im Januar 2010 saison- und arbeitstäglich bereinigt um 1,0% gegenüber Dezember. Dieser Monat zeigte gegenüber November noch eine negative Entwicklung. Bild: Trumpf Gruppe

Der preisbereinigte Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe stieg nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) im Januar 2010 saison- und arbeitstäglich bereinigt um 1,0% gegenüber Dezember 2009 (nach einem revidierten Rückgang von 0,8% im Dezember 2009 gegenüber November 2009).

Der Inlandsumsatz nahm im Januar 2010 gegenüber dem Vormonat um 1,8% zu, die Erlöse im Geschäft mit ausländischen Abnehmern blieben auf dem Vormonatsniveau. Dabei erhöhte sich der Absatz in die Eurozone um 0,7%, der Umsatz mit dem restlichen Ausland verzeichnete dagegen einen Rückgang um 0,7%.

Innerhalb der umsatzmäßig wichtigsten Wirtschaftszweige stieg im Januar 2010 bei den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen der preisbereinigte Umsatz mit 7,9% am stärksten gegenüber dem Vormonat. Dabei erhöhte sich der Inlandsumsatz um 9,2% und das Geschäft mit ausländischen Abnehmern um 6,5%. Die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen verzeichneten ein Minus von 0,9%, wobei im Inland allerdings ein Anstieg von + 7,0% verbucht werden konnte (Auslandsumsatz – 5,2%). Der Maschinenbau verzeichnete ebenfalls einen Rückgang von – 2,7% (Inlandsumsatz + 0,9%, Auslandsumsatz – 5,0%).

Zum ersten Mal seit September 2008 übertraf der preisbereinigte Umsatz des Verarbeitenden Gewerbes im Januar 2010 wieder das Niveau des Vorjahres – er lag (arbeitstäglich bereinigt) um 2,6% höher als im Januar 2009 (nach revidiert – 5,0% im Dezember 2009 gegenüber Dezember 2008). Das Geschäft mit inländischen Abnehmern nahm im Januar 2010 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,1% ab; der Auslandsumsatz verzeichnete dagegen ein Plus von 7,3%. Dabei steigerte sich der Absatz in die Eurozone um 2,4%, der Umsatz mit dem restlichen Ausland um 12,0%.

Im Jahr 2009 lag das (arbeitstäglich bereinigte) Umsatzvolumen im Verarbeitenden Gewerbe um 17,0% unter dem Niveau des Jahres 2008; dabei verringerte sich das Inlandsgeschäft um 13,9% und der Auslandsumsatz um insgesamt 20,3%.

Die Veränderungsraten basieren auf dem Umsatz-Volumenindex für das Verarbeitende Gewerbe (fachliche Betriebsteile; 2005 = 100). Die saison- und arbeitstägliche Bereinigung erfolgt mit dem Verfahren Census X-12-ARIMA.

Gleichzeitig teilt das Statistische Bundesamt mit, dass die deutschen Amtsgerichte im vergangenen Jahr 32687 Unternehmensinsolvenzen gemeldet haben. Damit lagen die Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2009 erstmals seit 2003 wieder höher als im Vorjahr (+ 11,6%). Damals erreichte die Anzahl an Unternehmensinsolvenzen mit 39320 Fällen den Höchststand.

Die Gerichte bezifferten die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger im Jahr 2009 auf rund 85 Milliarden Euro. Dies war die bisher höchste Forderungssumme und ist auf die Insolvenzen einiger wirtschaftlich bedeutender Unternehmen zurückzuführen. Im Jahr 2008 beliefen sich die Forderungen auf 33,5 Milliarden Euro. Zum Zeitpunkt des Insolvenzantrages waren 2009 bei den insolventen Unternehmen 250813 Personen beschäftigt. Im Vorjahr waren 121675Arbeitnehmer von Insolvenzen betroffen. Allerdings konnten die Gerichte in beiden Jahren bei etwa 16% der insolventen Unternehmen keine Angaben über die Zahl der betroffenen Beschäftigten machen.

 


 

             
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