Windkraft: Stahlblechkäfig macht Hauptwellenlager robuster
Hart im Nehmen
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- Die Wälzlager für die Lager der Rotorwelle im Windrad sind hochdynamischen Belastungen und Betriebsbedingungen ausgesetzt
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- Radial-Pendelrollenlager E1: robuster und tragfähiger, weniger Reibung und mehr Effizienz sowie höhere Lebens- und Gebrauchsdauer Bilder: Schaeffler
Die Lagerung der Rotorwelle ist in Windkraftanlagen von zentraler Bedeutung. Mit dem Radial-Pendelrollenlager E1 in X-life-Qualität bietet Schaeffler jetzt auch Lager mit Stahlblechkäfig statt konventionellem Messing-Massivkäfig an. Robustheit und Tragfähigkeit wurden nochmals gesteigert.
Das FAG-E1-Pendelrollenlager ist laut Anbieter Schaeffler die klassische Lagervariante für die Rotor-Hauptwelle in Windkraftanlagen. Das in Premium-Qualität (X-life) ausgeführte Wälzlager vereint hohe Tragfähigkeit und Winkeleinstellbarkeit. Für Windkraftanlagen mittlerer Größe mit einer Leistung von 1,4 bis 2,1 MW bieten die Schweinfurter typische Lagergrößen jetzt auch mit Stahlblechkäfig anstelle des konventionellen Messing-Massivkäfigs an. Hierbei handelt es sich um Lager mit einer Bohrung von 600 mm (Außendurchmesser 870 mm) oder von 630 mm (Außendurchmesser 920 mm).
Der zweigeteilte Stahlblechkäfig wird vom Innenring geführt. Damit sei er gerade für Anwendungen in Windkraftanlagen ideal, heißt es. Bei wechselnden oder ungleichen Belastungen auf die beiden Wälzkörper-Reihen können die Käfighälften unterschiedliche Geschwindigkeiten annehmen, wodurch der Käfig weniger beansprucht wird. Zudem sind die Oberflächen gehärtet. Auch dies erhöhe die Verschleißfestigkeit. Aufgrund der hohen Festigkeit des eingesetzten Stahlblechs sind die Wandstärken des Käfigs sehr dünn ausgeführt. Insgesamt nimmt der Stahlblechkäfig nur etwa ein Drittel des Volumens eines herkömmlichen Messing-Massivkäfigs ein. Der Vorteil: Mehr Raum im Wälzlager für Schmierstoff, der sich wiederum besser verteilt. Dies erhöhe insgesamt die Gebrauchsdauer des Lagers, nennt Schaeffler-Experte Stefan Trunk den weiteren Nutzwert.
Sämtliche Parameter der FAG E1-Pendelrollenlager hat die Schaeffler Industriegruppe unter dem Premium-Qualitätsaspekt neu ausgelegt und optimiert. Das Ergebnis: gesteigerte Robustheit und Tragfähigkeit, weniger Reibung und mehr Effizienz sowie eine höhere Gebrauchsdauer. Die konstruktiven Maßnahmen führen laut Angaben im Durchschnitt zu einer um 50 % höheren Grenzdrehzahl, zudem lassen sie die dynamische Tragzahl um 15 % steigen.
Solche Verbesserungen sind auch der optimierten Rollenauslegung zuzuschreiben. Die Abmessungen und die Anzahl der Rollen reduzieren die Beanspruchung und führen so zu einer höheren Tragfähigkeit. Gleichzeitig sorgen die konvex geformten Stirnflächen der Rollen für einen reibungsarmen Kontakt zwischen Rolle und Bord. Wie es heißt, führt dies zu einer geringeren Temperatur im Lager, zu mehr Effizienz und steigendem Wirkungsgrad. Weniger Reibung ist auch das Ergebnis der optimierten Wälzkontaktflächen, wie etwa die Feinstruktur der Oberflächen sowie die gezielte Abstimmung der Kontaktflächen an Innen- und Außenring. dk
Printausgabe: 2010/25, Seite 24


