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Strom und Wärme aus Kupolofengas

Wirkungsgrad steigt um 45 Prozent

Um den Energiehunger von Gießereien zu stillen, wollen Forscher die Produktionsgase, die beim Metallschmelzen entstehen, stärker nutzen (Bild: Daimler)
Um den Energiehunger von Gießereien zu stillen, wollen Forscher die Produktionsgase, die beim Metallschmelzen entstehen, stärker nutzen (Bild: Daimler)

Im Rahmen eines Forschungsprojekts haben das VDEh-Betriebsforschungsinstitut (BFI) aus Düsseldorf und die Schnell Motoren AG aus Wangen im Allgäu einen Zündstrahlmotor modifiziert, um so genanntes Kupolofengas zur kombinierten Strom- und Wärmeversorgung verwenden zu können. Das brennbare Gas entsteht in Kupolöfen, die in Gießereien zum Metallschmelzen eingesetzt werden. Bei dem Prozess werden große Mengen an Steinkohle eingesetzt. Dadurch entsteht das brennbares Kupolofengas.

Mit Hilfe der neuen Anlage wollen die Projektpartner die Energieeffizienz steigern und gleichzeitig die Zuverlässigkeit des Ofenbetriebs und die Qualität der Gießereiprodukte gewährleisten. Die ersten Versuche sind vielversprechend: Mit Hilfe der neuen Technik betrug der Gesamtwirkungsgrad des Prozesses rund 80 %. Bei der reinen Wärmeerzeugung waren es lediglich 35 %. Darüber hinaus erstellten die Forscher Konzepte zur betrieblichen Einbindung für verschiedene Betriebsweisen.

Bislang werden auf Deutschland hochgerechnet jährlich rund 3000 TJ Energie aus Kupolofengas noch energetisch unzureichend genutzt. Die kombinierte Strom- und Wärmeerzeugung dieses Gases bietet Vorteile: Energiekosten und CO2-Emissionen sinken und die Wirtschaftlichkeit verbessert sich.

Die Broschüre „Strom und Wärme aus Schwachgas gewinnen" des BINE-Informationsdienstes gibt einen Überblick über die weiteren Ergebnisse des Forschungsprojekts.

Broschüre öffnen

19.04.2012


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