Login
14 Institute präsentierten ihre Entwicklungskompetenz über die gesamte Prozesskette hinweg

Fraunhofer-Allianz Leichtbau zeigt Flagge

Das CFK-Rad wiegt (ohne Motor) nur 3,5 kg: Fraunhofer-Forscher laminierten dafür zehn Tage – zum einen, um die Machbarkeit zu zeigen und zum anderen, um den „Erprobungsträger
Das CFK-Rad wiegt (ohne Motor) nur 3,5 kg: Fraunhofer-Forscher laminierten dafür zehn Tage – zum einen, um die Machbarkeit zu zeigen und zum anderen, um den „Erprobungsträger" intensiv testen zu können Bild: Industrieanzeiger

Dass die Expertenjury des Wettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen" jüngst das Fraunhofer LBF als Preisträger für sein neuartiges CFK-Leichtbaurad ausgewählt hat, passt in die offensive Strategie, mit der sich die „Fraunhofer-Allianz Leichtbau" derzeit präsentiert – und als Entwicklungspartner empfiehlt.

Die Allianz umfasst 14 Fraunhofer-Institute mit zusammen 4400 Mitarbeitern und 360 Mio. Euro Umsatz. Auf der Tagung „Vom Konzept zum Produkt – in geschlossenen Ketten denken!" stellten die Wissenschaftler der Industrie ihr Know-how und ihre Forschungsansätze vor. „Die Zeit des Monowerkstoffes ist vorbei", sagte Prof. Holger Hanselka, LBF-Institutsleiter und zugleich Sprecher der Allianz. „Durch neue Werkstoffe und mathematische Optimierung können wir Fortschritte im Leichtbau erzielen, die sich im Blick auf Crash- und Betriebssicherheit prüfen und optimieren lassen." Eine zielführende Methode sei es zum Beispiel, so deutet er an, Aggregate und Strukturkomponenten durch aktive Lager zu entkoppeln, eine andere die Funktionsintegration. Um die damit verbundenen Probleme zu lösen, bedürfe es aber intensiver Netzwerkwerkbildung. „Keiner kann mehr alles alleine bearbeiten." Die Fraunhofer-Allianz bringt sich dafür in Stellung, auch durch eigene Projekte – ein Beispiel dafür ist das CFK-Rad mit integriertem Radnabenmotor.

Das Know-how der 14 Institute reicht von neuen Konzepten und Füge- sowie Fertigungsprozessen (wie etwa der Fiberforge-Technologie für endlosfaserverstärkte Thermoplaste) über die 3D-Simulation des Multimaterial-Designs bis hin zu neuen Prüf- und Zulassungsmethodiken. os

07.02.2012


Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Konradin Mediengruppe