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Gesinterte Spanformgeometrien für Mini-Werkzeugsystem

Neue Schneidplatten für die Innenbearbeitung

 Gesinterte Schneidplatten: Geometrieform .D zum Einstechen und Kopieren (oben) und Geometrieform .R zum Kopieren (unten). HM-Schaft mit aufgelötetem HM-Kopf (von links nach rechts)
Dank kontinuierlicher Verbesserungen beim Spritzgießen und Sintern von Hartmetall kann die Firma Horn gesinterte Schneidplatten des Systems Mini mit anwendungsbezogenen Spanformgeometrien äußerst wirtschaftlich herstellen. Neben den hervorragenden Schnittdaten der gesinterten Geometrien profitieren die Anwender des Horn-Werkzeugsystems Mini von einem weiteren Vorteil: Die neuen Schneidplatten sind mit den Werkzeugschäften des bisherigen Systems weitgehend kompatibel.
 Gesinterte Schneidplatten: Geometrieform .D zum Einstechen und Kopieren (oben) und Geometrieform .R zum Kopieren (unten). HM-Schaft mit aufgelötetem HM-Kopf (von links nach rechts)
Gesinterte Schneidplatten: Geometrieform .D zum Einstechen und Kopieren (oben) und Geometrieform .R zum Kopieren (unten). HM-Schaft mit aufgelötetem HM-Kopf (von links nach rechts)
Bauteile eines Mini-Werkzeugs: Befestigungsschraube, gesinterte Schneidplatte
Bauteile eines Mini-Werkzeugs: Befestigungsschraube, gesinterte Schneidplatte
 Schneidplatte Typ 18P mit den Standard-Geometrieformen .D, .00 und .R (von links nach rechts) Bilder: Horn
Schneidplatte Typ 18P mit den Standard-Geometrieformen .D, .00 und .R (von links nach rechts) Bilder: Horn

Dank kontinuierlicher Verbesserungen beim Spritzgießen und Sintern von Hartmetall kann die Firma Horn gesinterte Schneidplatten des Systems Mini mit anwendungsbezogenen Spanformgeometrien äußerst wirtschaftlich herstellen. Neben den hervorragenden Schnittdaten der gesinterten Geometrien profitieren die Anwender des Horn-Werkzeugsystems Mini von einem weiteren Vorteil: Die neuen Schneidplatten sind mit den Werkzeugschäften des bisherigen Systems weitgehend kompatibel.

Das Werkzeugsystem Mini mit seinen HM-Schneidplatten und geschliffenen Spanformgeometrien hat sich beim Einstechen, Ausdrehen, Fasen, Gewindedrehen und Planeinstechen weltweit bestens bewährt. Diese Anwendungsgebiete werden nun durch die Reihe der gesinterten Schneidplatten und Spanformgeometrien deutlich erweitert. Dabei überzeugen die Werkzeuge in der HM-Sorte TH 35 durch ihre hohe Temperaturbeständigkeit und sehr gute Reibungskoeffizienten.

Die gesinterten Spanleitstufen mit den geschliffenen Schneidkanten und Eckenradien sind in den Geometrieformen .D zum Einstechen und Kopieren sowie .R zum Kopieren und Ausdrehen von Bohrungen lieferbar. Bemerkenswert an der Geometrie .D sind die geringen Schnittkräfte und kleinen Vorschübe durch die umlaufenden, gleichmäßigen Spanwinkel. Die Geometrie .R mit Eckenradien von 0,2 und 0,4 ist für höhere Vorschübe bei geringen Schnittkräften konzipiert. Sie beeindruckt durch eine sehr gute Spankontrolle.

Gegenüber einer geschliffenen Schneidplatte erzeugen die gesinterten Geometrien bei gleichen Schnittdaten – beispielsweise vc = 80 m/min, f = 0,06 mm/U und ap = 1 mm – kleinere, den automatischen Arbeitsablauf nicht störende Bröckelspäne.

Die Schneidplatten mit der Geometrie .D zum Stechen sind in 11 Größen für Stechtiefen von 1 bis 8 mm in Bohrungen von 8 bis 20 mm lieferbar. Mit der Geometrie .R stehen sechs Schneidplatten zum Ausdrehen von Bohrungen mit 7,8 bis 15,5 mm Durchmesser zur Verfügung. Bohrungsdurchmesser von 18 und 20 mm decken die Schneidplatten des Typs 18P ab. Sie sind neben den Geometrieformen .D und .R auch in der Form .00 zum Bearbeiten rostfreier Stähle mit Vollradius 0,9/1,1 und 1,5 mm lieferbar.

Da bei gesinterten Geometrien die Breite oder Form der Schneidplatte nur bedingt modifiziert werden kann, ist bei Sonderaufgaben eine vorherige technische Klärung erforderlich. In jedem Fall sind bei allen drei Geometrieformen extrem kurze Lieferzeiten gewährleistet.

Besonders vorteilhaft für den Anwender ist die Verbindung der gesinterten Schneidplatte mit dem auf einem schwingungsarmen HM-Schaft gelöteten Hartmetallkopf. Die symmetrische Prismenaufnahme der Schneidplatten mit .D- und .R-Geometrien erlaubt den Einsatz als Rechts- und Linksausführung auf ein und demselben HM-Schaft. Lediglich die für größere Stechtiefen konzipierten Schneidplatten des Typs P benötigen aufgrund der asymmetrischen Prismenaufnahme Trägerwerkzeuge in Links- und Rechtsausführung. In jeder Ausführung gewährleistet die Drei-Punkt-Auflage mit dem definierten Spaltmaß zwischen Hartmetallkopf und Schneidplatte eine hochgenaue und sichere Verbindung.

Spritzgießen und Sintern – vom Verfahrens- zum Anwendungs-Know-how

Im Spritzgießverfahren lassen sich Hinterschneidungen und Freistiche mit den im eigenen Formenbau hergestellten Spritzgießwerkzeugen relativ einfach realisieren. Die durch Spritzgießen fertig geformten Hartmetall-Grünlinge erhalten in Sinter-HIP-Öfen unter Vakuum ihre endgültige Festigkeit. Alle den Sintervorgang beeinflussenden Prozessdaten ergeben sich aus der Charakteristik der Grünlinge. Sie werden kontinuierlich überwacht und die qualitätsentscheidenden Daten und Parameter für die spätere Endkontrolle aufgezeichnet. Dort ermitteln vollautomatische Messmaschinen die Ist-Maße jeder einzelnen Schneidplatte. Danach werden die Maß- und Prüfprotokolle am PC ausgewertet und archiviert. Zeitgleich prüfen die Mitarbeiter die Rohlinge visuell auf Beschädigungen, Deformationen und Ausbrüche.

Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH www.phorn.de

Lothar Horn, Geschäftsführer Paul Horn GmbH
Lothar Horn, Geschäftsführer Paul Horn GmbH

Horn Technologietage 2010 ziehen weit über 1000 Besucher an

Nach dem großen Erfolg der ersten Veranstaltung 2009 wurden bei den Horn Technologietagen vom 20. – 23. April 2010, in diesem Jahr rund 1400 in- und ausländische Besucher erwartet. An vier Tagen konnte sich das internationale Publikum davon überzeugen, dass Horn im Bereich der Zerspanung eine Spitzenposition einnimmt und diese mit innovativen Ideen weiter ausbauen wird. Die gelungene Mischung aus acht Fachvorträgen und die entsprechenden Live-Demonstrationen auf Maschinen der Firmen DMG, Unitube, Emag und Benzinger begeisterten die Besucher. „Unsere Kunden sollen an den Technologietagen Antworten auf aktuelle Fragestellungen und Trends der Zerspanungstechnik erhalten", so Lothar Horn. Denn die Trends bei unseren Kunden bestimmen letztendlich unsere Werkzeuge. Entwicklungen bei Maschinenkonzepten hin zu Verfahrensintegration, Multifunktionsmaschinen oder mehrspindliger Bearbeitungszentren sind neben der Zerspanung neuer Werkstoffe beim Leichtbau, in der Optik oder in der Medizintechnik spannende Herausforderungen für einen Präzisionswerkzeughersteller. In Fachvorträgen wie, „ CNC-Bearbeitung und globale Entwicklung in der Zerspantechnik", „ Glockenfräser, Kombiwerkzeuge, Formwerkzeuge", „Bearbeitung von rostfreien Stählen auf CNC-Drehmaschinen", „45-70 HRC problemlos zerspanen" und „Konzepte bei der Bearbeitung mit Mehrspindlern" wurde aufgezeigt, wohin sich der Markt entwickelt und wie Horn mit innovativen Werkzeuglösungen diesen Trends Rechnung trägt. Neben traditionellen Horn-Themen wie die präzise und wirtschaftliche Gewindefertigung sowie einem Vortrag zum Thema „ Einstechen, Einstech-Längsdrehen, Abstechen" wurden den Besuchern neue Lösungsansätze nahe gebracht und demonstriert. Erstmals präsentierte Horn das neue Konzept der Rohrendenbearbeitung für die Ölfeldindustrie anlässlich der Technologietage auf einer Rohrbearbeitungsmaschine. Neue Wege beschreitet Horn auch mit dem Reib-System DR zur Bohrungsfeinbearbeitung. Bemerkenswert sind die sehr schmalen patentierten Reibschneiden, die hohe Vorschübe bei langen Standzeiten ermöglichen. Die Teilnehmer bewerteten die Veranstaltung als „sehr informativ" und konnten viele „nützliche Impulse" mit nach Hause nehmen. Auch die Geschäftsleitung der Paul Horn GmbH zog ein positives Resümee.

Dieser Artikel stammt aus Community-Indicator


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