Biomasseanlage: Hamburg will jährlich 300000 Tonnen CO2 einsparen

Biogas durch Trockenfermentierung

Der Bielefelder Spezialist für die Wärmeübertragung und Prozesstemperierung plant, fertigt und montiert eine mit Holz und Biogas befeuerte Anlage für das Kompostwerk Bützberg der freien und Hansestadt...

Der Bielefelder Spezialist für die Wärmeübertragung und Prozesstemperierung plant, fertigt und montiert eine mit Holz und Biogas befeuerte Anlage für das Kompostwerk Bützberg der freien und Hansestadt Hamburg. Mit der Anlage sollen mehr als 12000 Tonnen Grünabfall klimaneutral verbrannt und zur Wärmeerzeugung genutzt werden.Die Fertigstellung ist noch für das laufende Jahr geplant.

Im Kompostwerk Bützberg wird seit Mitte der 1990er Jahre Kompost erzeugt. Neben dieser stofflichen Verwertung sollen die Bioabfälle in Zukunft auch energetisch verwertet werden. Hierzu baut die Stadtreinigung ihr Kompostwerk aus. Durch Trockenfermentierung soll Biogas erzeugt werden, das Hamburger Bürgern und dem eigenen Fuhrpark der Stadtreinigung zur Verfügung gestellt wird. heat 11 hat den Auftrag erhalten, die Anlage schlüsselfertig zu liefern.

Die Anlage besteht im Wesentlichen aus einem mit Biomasse befeuerten Abhitze-Kessel und einer Feststoff-Verbrennungsanlage (Bioflamm) mit automatischer Brennstoff-Zufuhr (einschließlichEntaschung, Multizyklon-Staubabscheider und Elektrofilter) sowie einem mit Biogas befeuerten Kessel. Sekundär- und Regelkreise zur Beheizung einzelner Prozesszonen der Anlage sowie Umwälzpumpen und Behälter nebst vollautomatischer Steuerung mit Fernwartung komplettieren die Anlage. Die Kessel verfügen über eine Wärmeleistung von je 850 kW. Die aus der Verbrennung des Grünabfalls gewonnene Wärme wird über einen Thermoöl-Zwischenkreislauf für die Gasaufbereitung der Biogas-Anlage zur Verfügung gestellt.

Im Bereich „Klima & Energie"widmet sich die freie und Hansestadt Hamburg der Erschließung von Energieressourcen aus nachwachsenden Rohstoffen. Hamburg ist seit dem 15. Dezember 2010 offiziell „Umwelthauptstadt Europas 2011" und hat sich bei der EU-Kommission gegen 34 Bewerber durchgesetzt. Im Jahr 2010 war die Stadt Stockholm erste Preisträgerin.

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