- Der Bildverarbeitungs-Spezialist VMT kann auch mit Robotern und hat eine Messanlage für die berührungslose Erfassung von Spalt- und Übergangsmaßen entwickelt. Die Lösung kommt zum Beispiel an der Außenhaut von Fahrzeugen zum Einsatz.
Glänzende Oberflächen sind kein Problem
Gleichmäßige, enge Spalte und bündige Übergänge an Karosseriebauteilen, insbesondere bei Türen und Klappen, sind ein wichtiges Qualitätskriterium für Fahrzeuge. Bislang wurden die Spalte überwiegend manuell oder in Spaltmesstunneln mit feststehenden Sensoren überprüft. Die roboterbasierte Spalt- und Übergangsmessung ist dank der robotergeführten Sensoren flexibel, präzise und kann bandsynchron betrieben werden. Die Spaltmessung erfolgt mit Lasertriangulations-Infrarotsensoren, wobei jeweils zwei um 90° versetzte Sensoren gleichzeitig mit unterschiedlichen Wellenlängen messen. So können innere Konturen des Spalts auch auf glänzenden Flächen erfasst werden. Maximal lassen sich mit einem Roboter 30 Messungen in der Minute durchführen. Eine vorgelagerte, bandsynchrone 3D-Lageerkennung bestimmt die Karosserie-Position zur Synchronisation der Roboterbewegung. Das System ist flexibel und lässt sich nach eigenen Angaben leicht an unterschiedliche Karosserietypen anpassen. Die Anlage ist zudem skalierbar durch die Nutzung von maximal vier Robotern pro System und bietet eine Messgenauigkeit von 0,1 mm. Eine kontinuierliche Erfassung des kompletten Spaltverlaufs und Bauteilversatzes ist möglich. Die Anlage ermittelt objektive Messwerte der Spalt- und Übergangsmaße, die zur Qualitätsbeurteilung und zur Prozesssteuerung in der Karosseriemontage verwendet werden können. Dadurch kann die Nacharbeit verringert und die Ausbringungsqualität verbessert werden. Da manuelle Tätigkeiten automatisiert werden, trägt die Lösung zur Sicherung der Automobilproduktion in Hochlohnländern bei. Produktionskosten werden durch geringeren Personalaufwand für die Spaltmessung und weniger Nacharbeit gesenkt. ub
